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Auch Zeckenbisse lassen sich versichern

Die Zecke ist auf dem Vormarsch. Vor einigen Jahren nur auf den Südteil der Republik beschränkt, haben sich die „blutrünstigen Krabbeltiere“ mittlerweile im ganzen Bundesgebiet ausgebreitet, wobei auch neue, mediterrane Spezies auftauchen.

Ginge es allein um die Zecke, wäre diese Entwicklung kaum eine Meldung wert. Besorgniserregend sind vielmehr die Krankheiten, die beim Blutsaugen übertragen werden können. Die Zecke fungiert hier als Wirt für die Erreger. Dazu gehören auch die Erreger der Borreliose, einer heimtückischen Infektion, die oft erst Monate nach dem Zeckenbiss ausbricht.

Die Symptome reichen von Gelenkschmerzen, Erschöpfungszuständen und Schwellungen bis hin zu Lähmungen. Nicht jeder Mediziner erkennt hinter den diffusen Symptomen die eigentliche Ursache, was der Krankheit zusätzlich Zeit verschafft sich auszubreiten. Die Behandlung ist langwierig und die Betroffenen können oft nur mit starken Schmerzmitteln ihrer Tätigkeit nachgehen. Im schlimmen Fällen droht sogar eine Arbeitsunfähigkeit.

Eine Unfallversicherung kann hier die Rettung sein, wenn es um Krankenhaustagegeld, Abfindung und Rente geht. Eine Anfrage beim Versicherer schafft schnell Klarheit, ob die eigene Police einen Zeckenbiss als Unfall mit einschließt. Gegebenenfalls muss eine Anpassung der Versicherungsleistung erfolgen.

Eine durch Zeckenbiss entstandene Folgeerkrankung kann allerdings nur unter bestimmten Umständen als versicherter Unfall gelten: Ein Arzt muss den Biss feststellen und die Zecke entfernen. Es muss zudem attestiert werden, dass die Erkrankung durch den Biss verursacht wurde und wann sie begonnen hat. Durch die große Verbreitung der Zecken sind Ärzte mittlerweile sensibler für das Thema. Doch auch Sie selbst sollten bei unspezifischen Symptomen überlegen, ob diese evtl. auf einen Zeckenbiss zurückzuführen sind. Lassen Sie dafür die vergangenen Wochen Revue passieren: Waren Sie im Wald? Haben Sie im Garten gearbeitet? Eine neue Region erkundet?

Lässt sich der Biss eindeutig feststellen, sollten Sie Auffälligkeiten selbst dokumentieren. Am besten durch Fotos mit Datum. Jede Veränderung sollte festgehalten werden. Bewahren Sie alle diesbezüglichen medizinischen Unterlagen auf. Holen Sie sich ggf. Rat bei einer Selbsthilfegruppe.

Zum Schluss darf natürlich nicht der Rat fehlen, sich den kleinen Vampiren gar nicht erst auszusetzen. Lange Kleidung, feste Schuhe und eine Kopfbedeckung sind die beste Präventivmaßnahme. Das hilft übrigens auch gegen andere Blutsauger.

05/07
(nm)

 
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