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Antibiotika: Das können Sie tun, damit die „Wunderwaffe“ nicht stumpf wird
Vor einem halben Jahrhundert galten sie als die medizinische Revolution bei der Behandlung von bakteriellen Infektionen: Antibiotika. Ein geradezu verschwenderischer Gebrauch hat die Wunderwaffe jedoch mittlerweile bei vielen Patienten zum unwirksamen Medikament werden lassen. Die wachsende Resistenz vieler Erreger gegen Penicillin und Co. bereitet Medizinern zunehmend Kopfschmerzen. Was können Sie tun, damit Antibiotika Ihnen auch in Zukunft helfen?

Ein grundsätzlicher Fehler, der in vielen Arztpraxen gemacht wird, ist die Verschreibung von Antibiotika bei Viruserkrankungen. Gegen eine Virusgrippe können sie nichts ausrichten, denn sie bekämpfen allein Bakterien. Wer jedoch bei jedem harmlosen Infekt direkt zum Antibiotikum greift, fördert damit eine schleichende Immunität der wirklich gefährlichen Erreger. Wenn es dann zum Ausbruch einer bakteriellen Krankheit kommt, hilft oft nicht einmal mehr ein Breitband-Antibiotikum. Eine solche bakterielle Resistenz kann tödlich enden.

Gegen diese gefährliche Entwicklung können Sie zweierlei tun: Bestehen Sie nicht auf einem Antibiotikum, wenn der Arzt nicht ausdrücklich dazu rät. Viele Patienten fürchten eine zu lange Heilungszeit und wollen möglichst ‚sofort’ wieder auf den Beinen sein. Antibiotika sind oft das Mittel der Wahl. Gerade bei Erkältungen gibt es Alternativen – auch aus der Naturheilkunde.

Als weitere Schutzmaßnahme fungiert ein „Antibiotika-Pass“, der von der Stiftung Viamedica zusammen mit der Zeitschrift „Guter Rat“ entwickelt wurde. In diesen scheckkartengroßen Pass werden die Namen aller Antibiotika eingetragen, die im Rahmen einer Behandlung eingenommen wurden. Ist die Einnahme eines Antibiotikums unvermeidlich, hilft der Pass dem behandelnden Arzt, das optimale Präparat zu finden. So kann die Gewöhnung an ein bestimmtes Antibiotikum vermieden werden.

Unser Tipp: Antibiotika-Pass herunterladen und gewissenhaft ausfüllen!

10/07
(nm)

 
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