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Wann und wogegen sollten Sie Kleinkinder impfen?
Angesichts wachsender Impfmüdigkeit und der Rückkehr tot geglaubter Krankheiten wie der Diphterie, ist die Arbeit der Ständigen Impfkommission des Bundesgesundheitsamtes (STIKO) wichtiger denn je. Ein regelmäßig aktualisierter Impfplan für Säuglinge, Kinder und Jugendliche soll Eltern dabei helfen, die richtigen Impfungen zum richtigen Zeitpunkt durchführen zu lassen.

Als Erleichterung können dabei mit Sicherheit die heute üblichen Kombinationsimpfstoffe, beispielsweise gegen Masern, Mumps und Röteln oder gegen Diphterie, Keuchhusten und Tetanus, angesehen werden. Mittlerweile sind sogar Fünf- oder Sechsfachimpfstoffe auf dem Markt.

Für Säuglinge in den ersten vierzehn Monaten sind folgende Impfungen dringend angeraten:

- Wundstarrkrampf (Tetanus) [T]
- Diphterie [D/d]
- Keuchhusten (Pertussis) [aP/ap]
- Haemophilos Influenzae [Hib]
- Kinderlähmung (Polio) [IPV]
- Hepatitis [HB]
- Masern, Mumps, Röteln [MMR]

Die Impfungen der Grundimmunisierung sollten jeweils im 2., 3. und 4. Monat stattfinden. Die letzte Impfung der Grundimmunisierung sollte dann zunächst abschließend zwischen dem 11. und 14. Monat erfolgen. Die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln sollte etwas später – zwischen dem 11. und 14. Monat – angesetzt werden. Sind Auffrischungsimpfungen vorgesehen, so sollten diese in der Regel zwischen dem 5. und 6., dem 9. und 11., bzw. zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr stattfinden.

Neben den oben aufgeführten „Standardimpfungen“ gibt es Sonderempfehlungen für bestimmte Risikogruppen. So sollten alle 12- bis 15-Jährigen, die noch nicht an Windpocken erkrankt sind, die entsprechende Impfung gegen Varizellen erhalten. Eine Impfung gegen Pneumokokken, den Erregern von Lungen- und Hirnhautentzündung, ist nur für Kinder empfehlenswert, die bereits an einer Grunderkrankung – etwa Diabetes – leiden.

Ein Impfplan hilft dabei, die wichtigen Wiederauffrischungstermine nicht zu versäumen, denn gerade die Folgeimpfung sorgt erst für den Langzeitschutz. Hier lauert das Tückische an der Impfmüdigkeit. Durch eine hohe Impfdichte werden Krankheiten scheinbar ausgerottet. Eine Impfung erscheint vielen dann nicht mehr notwendig. Impflücken entstehen, in denen ein Wiederaufflackern einer Infektion schnell zum Flächenbrand werden kann – kleinere Masernepidemien in jüngerer Vergangenheit haben dies gezeigt.

Gehen Sie daher auf Nummer sicher und besorgen Sie sich den ausführlichen Impfplan der STIKO – als .pdf-Datei zum Herunterladen beim Robert-Koch-Institut.

11/07
(nm)
 
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