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Angst kann das Risiko für Herzinfarkt erhöhen
Eine gesunde Portion Angst ist sicherlich lebensnotwendig, doch wenn die Angst übermächtig wird, leidet der Mensch nicht nur psychisch. Panische Angst kann sogar das Blut zum Stocken bringen - das Blut gefriert sprichwörtlich in den Adern. Damit steigt das Risiko einer Thrombose oder eines Herzinfarktes.

Menschen mit ausgeprägten Angststörungen neigen eher zu einer erhöhten Blutgerinnung als psychisch Gesunde. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Medizinern der Universität Bonn. Hierin sehen die Experten eine Erklärung dafür, warum Angstpatienten ein bis zu viermal erhöhtes Risiko für eine tödliche Herzerkrankung haben.

Panische Angst lässt sprichwörtlich "das Blut in den Adern gefrieren" - diese gängige Redewendung ist demnach wörtlicher zu nehmen, als manchem lieb sein wird. Denn starke Angst und Panikgefühle können tatsächlich das Blut zum Gerinnen bringen und damit das Risiko einer Thrombose oder eines Herzinfarktes erhöhen. In der verstärkten Gerinnungsneigung wird der "missing link" vermutet, warum Angstpatienten statistisch gesehen ein 3-4fach höheres Risiko haben, an einer Herzerkrankung zu sterben.

Doch es besteht kein Grund zur Panik. Bei den Angstpatienten waren die ermittelten Gerinnungswerte stets im physiologischen Bereich, also ohne akute Gefahr, betonen die Experten. Risikoreich werde es erst, wenn andere Risikofaktoren, wie z.B. Rauchen und Übergewicht, dazu kämen.

Die gute Nachricht zum Schluss: Eine Folgestudie liefert erste Hinweise darauf, dass sich die Gerinnungsneigung bei Angstpatienten nach einer erfolgreich verlaufenden Therapie wieder normalisiert.

03/08
(nm)
 
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